Winter und Erinnerungen

Hallo!

Mir ist heute mal wieder eingefallen, wie sich mit der Zeit immer mehr die Kindheit von uns abstreift, und zwar unerklärlicherweise fast unbemerkt.

Besonders in dieser sich anbahnenden Winter- und Vorweihnachtszeit häufen sich Fälle, an denen mir das klar wird.

So hat es heute z.B. den ganzen Tag geschneit und ich bin nicht ein einziges Mal in Versuchung geraten die fallenden Schneeflocken mit dem Mund aufzufangen. Wie viele Jahre schon ist es her, dass ich das letzte Mal eiskalten Schnee gegessen hab?

Es gibt auch Ereignisse wie z.B. den alljährlichen Laternenumzug an St. Martin, die ich als Kind mit starkem Enthusiasmus verfolgt habe und die im Lauf der Jahre verlorengegangen sind. War es als Fünfjährige nicht auch immer mein Traum gewesen, auch einmal auf einem stolzen Ross zu sitzen und meinen Mantel ritterlich mit Bedürftigen zu teilen?

Und die Laterne erst! Ich erinnere mich noch genau an die erste selbstgebastelte Laterne aus Kindergartenzeiten (grün mit Abdrücken von Weihnachtsbäumen) und an die Tränen, als sie beim Umzug eingedellt wurde.

Doch irgendwann denkt man gar nicht mehr an solche Sachen. Wir denken gerne mit dem Alter weiser zu werden, doch ich habe mehr und mehr das Gefühl, dass Kinder einfach mehr wahrnehmen; dass Kleinigkeiten, die uns nicht einmal auffallen, sie begeistern. Schade eigentlich, dass diese Zeiten vorbei sind. Und doch wird man regelmäßig zur Winterzeit daran erinnert.


Liebe Grüße

Noita

16.11.07 12:27

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